Ferienzeit?

Was machen Filmemacher, wenn sie Ferien haben?
Zugegeben, wir liegen im Schwimmbad in der Sonne rum oder verbringen unverhältnismäßig viel Zeit kaffeetrinkend im Morgenmantel auf dem Balkon (ganz zum Neid der Nachbarn).
Aber: Wir machen auch Filme. Kleine, unaufgeregte Herzensprojekte. Kurzfilme, ohne großes Budget. Ausprobieren fern von eng getimten Drehplänen und strengen Aufnahmeleitern.
Warum wir das machen, wo wir doch genauso gut noch ein bisschen länger in der Sonne liegen oder gepflegt noch einen Cappuccino schlürfen könnten?
Tja, es geht um das Herzblut, um die Ideen, die einen um halb drei Nachts aus dem Schlaf reißen und erst wieder zur Ruhe kommen lassen, wenn man ihnen verspricht, dass man sie ( irgendwann bald! ) umsetzen wird. Es geht um die Neugier und darum, die Trampelpfade zu verlassen. Filmemacher sind Gewohnheitstiere. Wir machen alles so, wie es das letzte Mal und die hundert anderen Male zuvor:
Läuft doch. Never change a runnig system.
Oder aber doch?!
Und dafür sind die Ferien da. Um mal einen Umweg zu probieren. Egal ob man nur ein paar Lampen umstellt oder eine neue Kamera testet, Topfreiniger vor dem Objektiv für schönes Bokeh drapiert, Nylonstrümpfe vor und Plastiktüten um die Linse klebt.
Wir erweitern unsere visuelle Trickkiste. Dafür verlassen wir dann auch gerne das Schwimmbad und tauschen den Morgenmantel gegen ein paar praktische Cargo-Hosen. Außerdem: Kaffee gibt’s auf jedem Dreh.

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