Die Drehtasche

Tipps und Tricks für Filmemacher. Die Drehtasche ist mein unverzichtbarer und treuer Begleiter. Von Müsli-Riegeln, über Puder bis zu Akkus habe ich für meine Arbeit auf dem Set immer alles dabei.

Am Set sollte alles immer griffbereit sein

Die Idee hatte ich als ich Visagistinnen am Set beobachtet habe. Die kamen mit einem großen Rollkoffer voller Make-Up zur Location. Nachdem die Darsteller geschminkt waren, packten Sie das eben verwendete Puder und Make-Up in eine kleine Bauchtasche. Der Rest blieb im großen Koffer. So hatten sie alles immer griffbereit und konnten schnell das Make-Up auffrischen, ohne dass es zu einer Zeitverzögerung kam.

Ich habe oft Drehs erlebt, bei denen das ganze Team auf einen Akku oder eine Speicherkarte warten musste. Das nervt nach einer Weile ziemlich und kostet Zeit.

Meine Drehtasche habe ich mir genäht, weil ich im Laden oder online nichts gefunden habe. Eine Visagisten Tasche war für meine Zwecke leider zu klein, denn als Regisseurin brauchte ich das Script, bzw. das Drehbuch und verschiedene andere Papiere immer griffbereit. Deswegen ist meine Tasche groß genug für ein A4-Klemmbrett.

Getragen wird sie an einem Gürtel, sodass ich die Hände zum arbeiten frei habe. Sie hat zwei große Fächer. In das eine kommt alles, was ich persönlich brauche um gut durch einen Drehtag zu kommen. In das andere Fach kommen Speicherkarten, Akkus und eine Kopie des Scripts/Drehbuchs sowie die Dispo für den Tag.

Was brauche ich für einen Filmdreh?

In meiner Drehtasche ist ein buntes Sammelsurium. Auf jeden Fall mit müssen Kopfschmerztabletten, die ich selbst eigentlich nie brauche, aber mit denen ich anderen immer gut helfen kann. Pfefferminzpastillen oder Kaugummis können die Arbeit nach der Mittagspause deutlich angenehmer machen. Das gleiche gilt für ein ordentliches Deo. Ich bevorzuge ein Spray oder Deotücher, denn beides kann man bei Bedarf auch mal mit dem Team teilen.

Ich packe meine Drehtasche und nehme mit:

  • Ein kleiner Block und Stift(e)
  • Kopfschmerztabletten (am besten verschiedene Sorten, denn nicht jeder verträgt alles.)
  • Kaugummi / Pfefferminz und Halsbonbons
  • Deo als Sprühflasche oder Deotücher
  • Müsli-Riegel, Studentenfutter oder Schokoriegel (einzeln verpackt). Oft muss man lange arbeiten ohne dass es etwas zu essen gibt. Süßigkeiten helfen allen durchzuhalten.
  • normale Pflaster und Blasenpflaster 
  • Tampons (für den Fall der Fälle ) und Binden. Die kann man auch unter klappernde Schuhe kleben um störende Geräusche zu mindern.
  • Kleine Post-Its zum markieren der leeren Akkus. Das spart viel Zeit und hilft gerade wenn man an mehreren Tagen nacheinander dreht.
  • Eine kleine Dose Haarspray, hilft gegen unerwünschte Spiegelungen bei Glasflächen.
  • Transparentpuder (lose) und einen zusammenklappbaren Pinsel 
  • Eine kleine Haarbürste 
  • Etwas fettige Handcreme, (z.B.: Nivea) für mich und um hartnäckige Spiegelungen zu beseitigen.
  • Mini-Fusselrolle für die Kleidung von Darstellern und Protagonisten.
  • Gaffa-Tape, früher oder später braucht man Gaffa und Tapes in verschiedenen Farben für Markierungen.
  • Batterien 
  • Disposition 
  • Script/Drehbuch 

Außerdem packe ich immer noch ein wenig Geld und meinen Presseausweis ein, damit ich mich im Zweifelsfall ausweisen kann. Mein Handy kommt ebenfalls mit. Natürlich nur im Flugmodus. Die Funksignale können nämlich die Tonaufzeichnungen stören.

Tipps und Tricks für Filmemacher

Am Ende muss jeder selbst entscheiden, was er/sie braucht. Neben den persönlichen Vorlieben gibt das natürlich der Job vor, den man auf dem Set hat. Ein Kameramann nimmt andere Dinge mitnehmen, als ich als Regisseurin.

Meiner Erfahrung nach hilft es sehr, wenn man sich im Vorfeld eine Liste mit benötigten Dingen schreibt und seine Drehtasche dem entsprechend zusammenstellt.

 

 

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